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Warten auf Schnee in Havanna

Buchtipp 01/08, Autor: Elke Wohlfarth

»Während ich schlief, veränderte sich die Welt, und zu meiner großen Überraschung hatte mich niemand um Rat gefragt… «

Havanna 1962

Der zwölfjährige Carlos, Sohn eines wohlhabenden Richters, wird mit seinem Bruder Tony und 14000 anderen Kindern im Rahmen der Operation “Pedro Pan” ohne seine Eltern in die USA ausgeflogen.

Carlos’ Kindheit im vorrevolutionären Kuba war eine magische Zeit in einem Land, das ein Paradies hätte sein können. Er und seine Geschwister und Freunde jagen die allgegenwärtigen Eidechsen; anstelle von Schneeballschlachten fechten sie grandiose Kämpfe mit Brotfrüchten und Steinen aus. Carlos’ Vater sammelt merkwürdige Antiquitäten und ist überzeugt davon, in einem früheren Leben der mächtige Ludwig XVI. gewesen zu sein. Entsprechend ist dann in Carlos Welt auch die Mutter Marie-Antoinette.

All das ist in das sanfte und manchmal stechende tropische Sonnenlicht und das Türkis der Karibik getaucht. Dann wird Batista von einem Zigarre rauchenden Revolutionär gestürzt und Weihnachten abgesagt. Die wunderbar komplizierte und farbige Welt versinkt in der Monotonie von Castros Reformen, das Fernsehen wiederholt unablässig Hinrichtungen, Schüsse hallen durch die Straßen, aus denen Bettler und kleine Straßenhändler vertrieben werden, Schulkameraden verschwinden.

Ein erstaunlicher Roman! Mit viel Witz und Mut, aber ohne jegliche Bitterkeit. Offen und ehrlich beschreibt Carlos Eire seinen verlorenen Garten Eden. Darüber hinaus wird der Leser dem Charme des spezifisch kubanisches Humors zwangsläufig erliegen.