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Und wieder einmal einer dieser Tage…

Über die teuflischen Tücken der Technik. Eine Glosse von Inga Osche

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht wundern Sie sich, dass die folgende Glosse diesmal nicht aus meiner Feder stammt. Und das hat seinen Grund: wir bei magenta fördern den Nachwuchs. Warum sollte sich da nicht auch einmal unsere Praktikantin an der Aufgabe versuchen, eine Glosse zu schreiben. Als ich sie zum Korrekturlesen bekam schoss mir sofort der Gedanke in den Kopf: jeder Mensch ist ersetzbar (schluchzzz). Aber lesen Sie selbst und viel Spaß dabei. Ihr Reinhard Helfert

(Anmerkung: mittlerweile verjüngt Inga als festangestellte Designerin das Team von magenta.)

Hatten Sie auch schon einmal dieses Gefühl, im wahrsten Sinne des Wortes einfach alles um sich herum abschalten zu wollen? Denn seien wir mal ehrlich: Die immer raffinierter werdenden technischen Errungenschaften unseres Zeitalters, die uns oft den (Arbeits-)Alltag erleichtern, können einem doch auch manchmal ganz schön auf die Nerven gehen…

Neulich zum Beispiel wache ich mit der inneren Ahnung auf, bei dem Privatjob, an dem ich noch bis spät in die Nacht am Computer gearbeitet habe, etwas wichtiges vergessen zu haben. Und da durchfährt mich auch schon blitzartig die Erleuchtung! Weil mein neuer toller Multifunktionswecker nicht geklingelt hat, muss ich mich dann besonders beeilen. Also schnell den Computer hochgefahren und losgelegt. Aber „wie es der Teufel will“ hängt sich dieser nach kürzester Zeit auf. Ein Neustart muss her! Geht ja ganz fix so etwas, doch dummerweise ist die praktische Einstellung für automatische Updates aktiviert … also leuchtet mir die Zeile entgegen: „Updates werden installiert. 0% abgeschlossen. Schalten Sie den Computer nicht aus.“ Mist. Jetzt muss ich aber wirklich los!

In allerletzter Minute erreiche ich den Bahnhof. Da verkündet die verzerrte Lautsprecherstimme: „der Regionalexpress nach Mannheim, planmäßige Abfahrt 8:03 Uhr hat ca. 25 Minuten Verspätung.“ So ein Mist, da hätte ich zu Hause ja noch genug Zeit gehabt...

Nach gefühlten zwei Stunden sitze ich dann endlich im Zug. Kaum habe ich die Augen geschlossen, betritt eine Horde halbwüchsiger Hip-Hop-Gangster grölend das Abteil. Aus ihren Handys ertönt laut der neueste Ghetto-Rap – das Aus für mein morgendliches Nickerchen.

Auf der Arbeit nimmt die Katastrophe ihren Lauf: der Server ist einfach nur lahm und das Brennprogramm stürzt andauernd ab. Dazu der Anruf eines nahen Verwandten, dessen Laptop „einfach nicht mehr hochfahren will“. Na wunderbar! Also muss ich wohl in den nächsten Tagen auch noch Computerprofi werden, um die Kiste wieder zum Laufen zu bringen.

Auf der Heimfahrt lasse ich mich von beruhigender Musik aus dem iPod berieseln. Plötzlich ist kein Ton mehr zu hören. Verdammt – Akku leer! Völlig erschöpft komme ich zu Hause an.

Ich erledige die liegengebliebene Sache von morgens und muss nur noch schnell einen Probedruck machen. „Schnell“ war allerdings Wunschdenken: Dank der Einstellung für optimale Qualität dauert das Drucken eine Ewigkeit. So langsam reicht’s mir!

Und dann ist die eigentlich grüne Seite im Ausdruck komplett gelb. Da hat mein sonst so nörgeliger Drucker doch vergessen, die absolut leere Cyanpatrone zu melden. Leerer geht’s ja wohl nicht. Und normalerweise piepst er schon total penetrant, wenn noch jede Menge Farbe drin ist. Entnervt wechsle ich also die Patrone und drucke meine Sachen nochmal…

Zum Abschluss des Tages will ich zur Entspannung noch ein bisschen im Internet surfen. Doch die Person, der ich etwas schreiben will, finde ich nicht, weil ich nicht mehr weiß, ob sie nun bei Facebook, StudiVZ oder Wer-kennt-wen angemeldet ist und welchen Nickname sie benutzt. Und meine Pflanzen bei „City Ville“ sind auch schon wieder vertrocknet. Die einzige Erkenntnis, die ich gewinne, ist, dass die meisten Leute anscheinend nichts Besseres zu tun haben, als den ganzen Tag irgendwelchen Schrott zu posten.

Endlich im Bett... Ruhe...süße Träume... – Mitten in der Nacht werde ich jäh aus dem Schlaf gerissen. Ich hatte vergessen den Drucker auszuschalten und dieser reinigt sich nun lautstark. Während ich versuche wieder einzuschlafen, habe ich nur noch einen Wunsch: Urlaub auf einer einsamen, idyllischen Insel ohne Strom und Internet – einfach mal völlig abschalten!