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Ohne Fleiss kein Preis

Über Wettbewerbe, Awards und Designpreise. Eine Glosse von Reinhard Helfert

Sie hängen an der Wand, stehen in Vitrinen, blinken von Regalen – die Rede ist von den Trophäen der Jagd nach Achtung und Erfolg. Die auf Wettbewerben und Awards errungenen Preise für herausragende Agenturleistungen machen stolz – den Geschäftsführer, den CD, den AD, den Layouter, den Produktioner … – selbst für die Putzfrau bedeutet jeder Preis ein weiteres „Abstaub-Objekt“. Im Spannungsfeld zwischen Anerkennung und Selbstbefriedigung stellt sich die Frage, wem die Preise wirklich nützen, was sie bewirken und was sie eigentlich wert sind.

Also jetzt mal ehrlich: Das Spektrum der ausschreibenden Institutionen ist groß und heterogen. Neben namhaften Verlagen und Institutionen tummeln sich verstärkt auch „Anbieter“ auf diesem Markt, bei denen man sich nur schwer des Eindrucks erwehren kann, dass hier mächtig Kohle gescheffelt wird. Da müssen häufig Einreichungsbeträge entrichtet werden, die in keinem Verhältnis zum Auftragswert stehen.

Doch das Geschäft mit der Eitelkeit blüht. Und damit jeder im nächsten Jahr wieder teilnimmt und bereitwillig erneut den völlig überzogenen Obolus entrichtet, werden flächendeckend Urkunden ausgegeben. Der Kuchen wird so lange geteilt, bis für jeden ein Krümel abfällt. Mit dem Ergebnis einer Inflation der Kategorien mit atomisierten Einheiten. Es bleibt dann der zweifelhafte Erfolg einer Bronzemedaille in der Kategorie „Industrie-Imagefilm, Sparte Braunkohletagebau, Region Rhein-Neckar-Dreieck“.

Und doch gibt es Preise, die von renommierten Institutionen oder Fachverlagen mit unabhängigen Jurys vergeben werden. Die Konkurrenz ist groß, das Niveau hoch. Ein Preis ist keineswegs selbstverständlich und kann als wirklicher Erfolg gewertet werden – ein Erfolg für Agentur und Kunde, die Bestätigung einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

Diese Awards werden beachtet und publiziert. Sie erreichen einen hohen Aufmerksamkeitswert und sind imagefördernd für alle Beteiligten. Die hohen Anforderungen bewirken nicht zuletzt steigende Qualitätsansprüche an Konzeption und Design und sichern so die Ausrichtung einer Branche auf hohem Niveau.

Und ist nicht alles Gold was glänzt, so bleibt doch das Fazit, dass die Beteiligung an Wettbewerben durchaus Sinn macht – aber nicht um jeden Preis!