Composing 2D mit 3D
Die realistische Darstellung des Sprühnebels stellt eine Herausforderung an Software und Designer dar. Eine Simulation in Cinema 4D per Partikelsystem oder PyroCluster ist zwar möglich, das Ergebnis entspricht aber nicht unbedingt exakt der realen Vorlage. Das Anpassen erfordert sehr viele Versuche und Pre-Renderings – und kostet damit wertvolle Zeit bei ungewissem Ausgang. Für eine Abstimmung mit dem Kunden ist dies ein nicht praktikabler Weg. Das Rendern einzelner PyroCluster-Bestandteile und deren Zusammensetzen als animiertes Composing in AfterEffects zu einem Sprühstrahl, der den gelieferten Vorlagenbildern exakt entsprach, vereinfachte den Abstimmungsprozess enorm. So konnten 3D-Animation und Sprühstrahlsimulation getrennt voneinander abgestimmt und im Anschluss miteinander kombiniert werden.
Multipass-Rendering
Für die Erstellung der dreidimensionalen Logos bot Cinema 4D mit dem Render-Tag das ideale Hilfsmittel für ein nachgelagertes Composing in Photoshop an: damit konnten wesentliche Objekteigenschaften bei der Bildberechnung wie Sichtbarkeit, Schattenwurf und Alpha-Kanal für jedes einzelne Objekt separat beeinflusst werden. Über Multipasses konnten Bilddateien direkt im Photoshop-Format inklusive Ebenen gerendert werden. Dabei können Objekte, Schatten, Spiegelungen etc. jeweils auf eigene Ebenen verteilt werden. So ließen sich in der Nachbearbeitung unnötige Bildbestandteile einfach ausblenden und sehr gezielt einzelne Bildparameter im Detail beeinflussen.